Aktivitäten der Jugendfeuerwehr

 

Der Berufsfeuerwehrtag

Seit 2004 veranstaltet die Jugendfeuerwehr Kaarst regelmäßig einen sogenannten „Berufsfeuerwehrtag“. Das bedeutet, dass die Jugendfeuerwehrmitglieder einen Dienst, ähnlich wie bei einer Berufsfeuerwehr, absolvieren bzw. nachspielen. Das Letztere trifft dabei allerdings eher den Punkt, denn bei aller Ernsthaftigkeit und allen Lehren und Vorteilen, die eine derartige Veranstaltung bietet, sollte der große Spaß bei einer solchen Aktion im Vordergrundstehen.

Neben dem Tagesablauf nach Dienstplan an diesem Tag, werden verschiedene und vielfältige Übung vorbereitet und durchgeführt die als „Einsätze“ unangekündigt den regulären Dienstablauf unterbrechen.

So musste beim letzten Berufsfeuerwehrtag in den Herbstferien 2016 zum Beispiel ein PKW mit Hebekisssen angehoben werden um eine darunter liegende Person zu befreien, ein Brand in einer Werkstatt gelöscht werden und eine verschüttetet Person gefunden und gerettet werden.

Die Vorteile, neben der Aktion und dem ganzen Spaß, sind das intensivere Kennen lernen untereinander und die Förderung der Kameradschaft. Außderdem erweitern und vertiefen die Mitglieder, die bisher erlernten Fäigkeiten und Tätigkeiten in den Übungen. So werden den Jugendlichen spielerisch, die vielfältigen Tätigkeiten der Feuerwerh näher gebracht.

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Fahrten und Ausflüge

Die Jugendfeuerwehr Kaarst führt jedes Jahr zu Pfingsten ein Zeltlager durch. Alle zwei Jahre findet dies zusammen mit den anderen Jugendfeuerwehren aus dem Rhein-Kreis Neuss statt. Die Zeltlager bieten eine Fülle von Möglichkeiten der Jugendarbeit. Außerdem lernen sich die Jugendlichen besser kennen und der Teamgeist, die Kameradschaft und Freundschaften werden weiter geprägt.

Nachdem in den Anfangszeiten der Jugendfeuerwehr Kaarst meist im direkten Umkreis, wie auch in Büttgen neben dem Gerätehaus gezeltet wurde, wurden bald auch weiter entfernte Ziele angesteuert. So war die Kreisjugendfeuerwehr unter anderem gleich zweimal in Simmerath am Rursee. Auch Bergneustadt, Steckenborn und Mauel, waren neben vielen anderen Stationen schon Reiseziele. Eine der weitesten Strecken war Middelburg in den Niederlanden. Hier wurde allerdings nicht gezeltet, sondern in einer Scheune geschlafen. Touren, die durch uns alleine geplant wurden, gingen beispielsweise nach Welleringshausen und Bad Berleburg im Sauerland sowie Leichlingen und Nordhorn.

Ein besonderes Highlight was das Zeltlager in Südfrankreich. Wir folgten hier der Einladung unseres Kameraden „Schligges“ Schlickmann, der dort wohnt. Amnstelle eines Zeltlagers an Pfingsten, veranstalteten wir also diese ca. 800 km weite Fahrt in den Sommerferien. Wir erwischten einen der heißesten Sommer seit Jahrzehnten. Zwei Wochen dauerte unser Besuch in Lagnieu, in der Nähe von Lyon. Die Zelte wurden aufgeschlagen und eine eigene Feldküche wurde aufgebaut. Das Kochen wurde dann unter Aufsicht von den Jugendlichen selbst übernommen.

Ein weiterer Höhepunkt der Jugendfeuerwehr war 2007 die Jubiläumsfahrt mit einem Plattbodenschiff auf dem Ijsselmeer in Holland.Abfahrts- und Zielhafen war Lemmer. Von Samstag bis Dienstag wurde zwischen den Häfen von Lemmer, Makkum, Texel und Enkhuizen gesegelt. Auch hier stand für die Jugendlichen „Mitanpacken“ im Programm. Sie mussten beim Segel Setzen und Niederholen sowie anderen Segelmanövern die Stammbesatzung unterstützen. Auch die anderen Arbeiten an Bord wie Spül-, Ordnungs- und Küchendienst wurden von den Jugendlichen selbst übernommen.

Aber auch Tagesausflüge werden mit der Jugendfeuerwehr unternommen. So geht es seit einigen Jahren regelmäßig im Frühjahr zum Weltcup-Skispringen nach Willingen und im Herbst mit Jugendfeuerwehrmitgliedern aus ganz NRW ins Phantasialand nach Brühl.

Gerne wahrgenommen werden auch Besichtigungen andere Feuerwehren, Werkfeuerwehren oder der Polizeifliegerstaffel. Bei der Berufsfeuerwehr Düsseldorf konnten wir sogar mit dem Löschboot fahren. Besonders beeindruckend war heir die Vorstellung des Wasserwerfers mit einer Leistung von 5000l/min und einer Wurfweite von 75m. Ebenso fuhren wir bei den Werkfeuerwehren Bayer, Henkel und Daimler-Benz vor. Die dort stationierten Spezial- und Sonderfahrzuge sind immer wieder beeindruckend anzuschauen und führen immer zu großen Augen.

Da wir nun schon zu Land und zu Wasser unterwegs waren, fehlte noch das Erlebnis auf einem Flughafen. So statteten wir dem NATO-Flugplatz in Geilenkirchen und der Flughafenfeuerwehr Düsseldorf einen Besuch ab.

Eindrucksvoll war die Besichtigung eines AWACS-Aufklärungsflugzeuges. Dies ist ein Flugzeug mit einem Radarsystem zur Luftraumüberwachung. Aber auch die Vorführung des Flughafenlöschfahrzeuges, der amerikanischen Kollegen, war sehr imposant. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, mit diesem Ungetüm über das Rollfeld gefahren zu werden.

Gerne besuchen wir auch immer wieder unseren ehemaligen Jugendfeuerwehrwart Markus von der Forst, der zur Berufsfeuerwehr Frankfurt gewechselt ist. Neben der Besichtigung des neuen Zentrums für Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst, bestaunten wir auch die Feuer- und Rettungswache 1, das Löschboot und die Flughafenfeuerwher Frankfurt. Eine Besonderheit in Frankfurt ist sicherlich der Rüstwagen-Schiene. Mit diesem Fahrzeug kann die Berufsfeuerwehr neben dem normalen Straßenverkehr ebenso auch auf Schienen fahren. Weiterhin konnte die Hafenfeuerwache mit dem Wasserrettungsdienst und dem Übungsbecken für die Taucher bestaunt werden.

 

Pfingsten KreisJF 2016

 

Wettbewerbe und Prüfungen der Jugendfeuerwehr

Um die Arbeit der Jugendfeuerwehr für die Jugendlichen interessant, abwechslungsreich und strukturiert zu gestalten, gibt es in der Laufbahn eines Jugendfeuerwehrmitglieds die Möglichkeit, verschiedene Prüfungen durchzuführen. Am Anfang steht die Jugendflamme Stufe 1, die nach ca. einjähriger Mitgliedschaft auf Stadtebene geprüft wird. Hier zeigen die Jugendlichen in Einzelabnahmen, dass sie gewisse Grundkenntnisse des feuerwehrtechnischen Dienstes erworben haben. Einfache Aufgaben, wie das Absetzen eines Notrufes und das ordnungsgemäße Ausrollen eines Schlauches sowie Fragen zu Geräten, müssen gelöst werden. Der nächste Schritt bereitet schon mehr auf die Arbeit innerhalb der Feuerwehr vor. Im Gegensatz zur Stufe 1 der Jugendflamme wird die Stufe 2 nicht mehr alleine, sondern schon größtenteils als Team bewertet. Die auf Kreisebene stattfindende Prüfung, verlangt von den Jugendlichen erweitertes Wissen in der Gerätekunde und Fahrzeugbeladung. Auch muss gezeigt werden, wie im Team ein Verkehrsunfall abgesichert oder ein provisorischer Wasserwerfer aufgebaut wird.


Höhepunkt der Jugendfeuerwehrlaufbahn ist aber der Erwerb der Leistungsspange. Diese Prüfung erfolgt auf Landesebene und wird durch Abnahmeberechtigte der Landesjugendfeuerwehr verliehen. Spätestens hier weiß der Jugendliche, dass man in der Feuerwher nur im Team weiterkommt. Hier werden nicht Einzelleistungen, sonder die gesamte Gruppe bewertet. Unsd nicht nur die Leistungen auf dem Platz, auch das Auftretender Gruppe, wird bewertet. Übungen, wie ein gemeinsamer Löschangriff oder Staffellauf, fordern jedes einzelne Mitglied der Gruppe. Der Erwerb der Leistungsspange bedeutet nicht nur, dass man eine Nadel an der Jacke heften hat, sondern verdeutlicht, dass die Träger der Leistungsspange gute persönliche Haltung und geordnetes und geschlossenes Auftreten in der Gruppe beweisen. Somit wird hier in Kaarst ein Träger der Leistungsspange bei seiner Übernahme in die aktive Feuerwehr auch im Dienstgrad des Feuerwehrmannes/ -frau übernommen und überspringt damit den Dienstgrad des Feuerwehrmannanwärters.


Ein weiterer Gruppenwettkampf ist die regelmäßig im Kreis Neuss ausgerichtete Kreisjugendfeuerwehrrallye. Alle 2 Jahre findet diese Rallye in unterschiedlichen Städten statt, in denen die einzelnen Jugendgruppen gegeneinander antreten. Neben typischen feuerwerhtechnischen Aufgaben, müssen hier auch Aufgaben, wie Wettpaddeln oder Kistenklettern absolviert werden. Die bisher beste Platzierung für die Jugendfeuerwehr Kaarst war dabei der 2.Platz auf Kreisebene.


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